Umbau  2006 / 2007
Seit Juni fuhr mein Bock erst wieder, doch die letzten geplanten Umbauten wollte ich diesmal rechtzeitig anfangen, um den Startschuss in die neue
Saison nicht zum vierten mal zu verpassen.
Geplant sind für die letzte Umbauphase (also wahrscheinlich letzte Umbauphase...) die Veränderungen der Raddimensionen, Versatz des
Tankeinfüllstutzens, sowie die Anfertigung diverser Kleinteile, wie zum Beispiel Gabelholmabdeckung, Lenkkopfmutter, weitere Schrauben & Buchsen.
Da ich beim Rahmenkauf auch gleichzeitig eine Schwinge mit erstanden hatte, konnte ich mir nicht verkneifen, diese ebenfalls noch optisch etwas
aufzuwerten.
Die Dreh- & Frästeile waren bereits bis Mitte Oktober gefertigt & poliert. Auch die vordere Achsverlängerung & die vordere Krümmerschelle waren
bereits fertig verchromt & warteten nur auf ihren Einbau. Leider hatte ich beim Basteln die obere Gabelbrücke beschädigt & musste diese erneut zum
verchromen geben. Außerdem fand noch einmal die Distanzscheibe der Bremsscheibe & ein Gabelcover den Weg zum Galvaniker.
Die Schwinge verlängerte ich mit selbst gefertigten Spitzen, sodass sie einen schönen "Cadillac -Style" bekam. Nach dem Schweißen & Schleifen
brachte ich die Schwinge erneut zum Pulverbeschichten, wo sie ihren schwarzen Überzug erwartete. Was jetzt wirklich noch fehlte, waren Reifen,
Felgenbetten & Speichen für die letzten "großen" Eingriffe.
Beim Auspacken der Felgen ging mir fast einer ab, denn die polierten Edelstahlflächen funkelten & glänzten, dass es eine wahre Freude war. Kurz
darauf folgten die Reifen, welche schon beim bloßen Vergleich mit den Originalgummis auf die spätere fette Optik schließen ließen. Nachdem alles
eingespeicht war lies ich die neuen Pneus auf die Felgen ziehen.  Jetzt sollte auch alles eingebaut werden, doch im letzten Moment bekam ich von
meinem "Hauptlieferanten" Gerd noch einen Tipp. Ich solle das Hinterrad 3mm nach links versetzen, da ich so im Falle eines Falles auch noch einen
210'er Reifen im Heck unterbringen könnte. Also dachte ich mir, da ich eh grad dabei bin, erledige ich das gleich mit. Nun mussten also wieder die
Maschinen angeschmissen & neue Distanzbuchsen gedreht werden. Das vordere Ritzel wurde einfach gedreht & entsprechend für die
Sicherungsscheibe bearbeitet.
Was vergessen? Ja richtig, der Tank! Den Tank hatte ich auch noch einmal umbauen lassen, da der rechts sitzenden Tankeinfüllstutzen ungefähr so
praktisch, wie ein zweites Arschloch am Knie war. Nach jedem Tanken lief die Suppe beim Aufrichten der Maschine aus & das wirkliche Volumen des
Tanks konnte ich ohnehin nicht nutzen. So stand also fest, dass der Stutzen nach oben in die Mitte wandern musste. Nach langer Wartezeit bekam ich
den Tank wieder & machte mich auf die Suche nach einem neuen Lackierer. Andre, der vorher alles zu meiner vollsten Zufriedenheit lackierte, hatte
keine Möglichkeiten mehr, eine Lackierkabine zu benutzen. So fand ich dann unter kleinen Umwegen einen neuen kompetenten Mann für den Paintjob.
Er lackierte nun in feinster weise meinen Tank & den neuen Frontfender. Danke Christian, super Arbeit!
Eigentlich sollte noch ein Airbrush mit dem Schriftzug Dark Symphony auf die beiden Tankseiten, doch was ich mir einfach vorstellen kann, ist für den
Brusher nicht wirklich einfach umzusetzen. Mit der Ankündigung, dass das ganze bestimmt ein paar Wochen dauern könnte & Airbrushkünstler Ralf
erst mit einem weiteren Airbrusher beratschlagen müsste, brach ich die Aktion ab. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben & der nächste Winter kommt
bestimmt. (Kannst Dir also in Ruhe Gedanken machen Ralf! gggh)
Jetzt ist aber alles da. Na gut, der Tank fehlte noch, da er noch einige Klarlackschichten erhalten sollte. Doch der neue Frontfender wurde montiert &
anschließend setzte ich mit einiger Hilfe das Vorderrad ein. Danach folgte das Hinterrad & die Dark Symphony konnte zum ersten mal seit einem
Halben Jahr wieder auf den eigenen Reifen stehen. die Optik war beeindruckend. Das Heckgestell, war nun der letzte Umbaupunkt, da ich es vor der
Radmontage nicht anpassen konnte. Die Anpassung verlief schnell & reibungslos. Die alten hinteren Befestigungspunkte wurden abgetrennt & mit Hilfe
eines kleinen VA Bleches bekam das Gestell neuen Halt. Der Elektrocheck war ok. Alles war nun bereit für den großen Augenblick. Den Tank erhielt ich
an einem Freitag, sollte ihn aber der Frische des Lacks wegen, erst am Samstag montieren. Gesagt, getan. Am Samstag dann war es früh morgens
endlich soweit. Der Tank war schnell montiert & kurz darauf blubberte meine "dunkle Symphonie " wieder. (Wir hatten jetzt schon wieder Ende April)
Immer die gleiche Kacke! (oder: was man garnicht erzählen möchte)
Natürlich lief wieder etwas schief. Als erstes stellte ich fest, dass die Tachonadel sich beim Fahren nicht einen Millimeter rührte. Das kann doch nicht
wahr sein, dachte ich, schon wieder ne Welle im Arsch. Doch beim Auseinanderbauen stellte ich fest, dass die Welle in Ordnung war & konnte den
Fehler dann auf zu kurze Mitnehmer des Tachogebers zurückführen. Problem erkannt & behoben. Weiter gehts! Nach kurzer Fahrt bemerkte ich, wie
die Karre abrupt abbremste, sobald ich das Gas wegnahm. Grund dafür war das Bremsgestänge, was sich an einer Auspuffschelle verklemmt hatte.
Nach ganzen 2 Stunden war die Bremstrommel so weit abgekühlt, dass ich den Fehler wieder beheben konnte. Nachdem alles behoben war, fuhr ich
mindestens 300 wundervolle Kilometer. Richtig, 300 nur als der nächste Schock kam. Bei einer kleinen Ausfahrt mit meinen Kumpels Torsten & Maik,
bei der wir auch mal schöne Fotos von unseren Spielzeugen machen wollten, stellte ich nach wenigen Kilometern zu meinem Erschrecken fest, dass mir
eine ganze Menge Sprit zwischen meinen Beinen hindurch & an meiner Maschine runter lief. Die Ausfahrt war damit unterbrochen & wir versuchten
schnellst möglich wieder in meine Garage zu kommen. Fahrend, versteht sich natürlich! In der Werkstatt angekommen wurden in Rekordzeit Sitzbank &
Tank entfernt & letzterer gleich entleert. Ursache der Leckage war ein Riss direkt unter der Befestigungslasche des Tanks, die ich selber beim
"kalten Nachbiegen" verursacht haben muss. Also wurde der Tank erstmal ausgewaschen & in der Sonne einen Tag lang entgast.
Anschließend brachte ich ihn zu einem Karosseriebauer in der Nähe & war wieder einmal zum warten verdammt. Nach 4 Tagen bekam ich das gute
Stück wieder zurück, mit komplett neu eingeschweißter Lasche & ohne jegliche Lackschäden. Als ich bei meiner Garage vorfuhr & den Tank ausgeladen
hatte fiel mir Idiot glatt das Schlüsselbund runter. Wie in Zeitlupe verfolgte ich dessen Flug & den anschließenden Einschlag auf der Tankoberseite.
Ein etwa 2 mm² großes Stück Lack flog kurz durch die Luft & mein Herzschlag setzte für mehrere Sekunden aus.
So eine Scheiße dachte ich.... jetzt bloß nicht durchdrehen! Ich packte also den Tank & das freiheitsliebende Schlüsselbund & verschwand in meiner
Garage. Jetzt erstmal ein Bier, das beruhigt. Nach einer kurzen "Abregphase" folgte die Anprobe. Alles klar,  Tank passt, ist aber "kaputt". Also noch
ein Bier, denn man kann nie ruhig genug sein. Um kurz nach 21:00 Uhr tauchte ich bei meinem Lackierer auf, (er mag es aus der Dusche geklingelt zu
werden) heulte mich ein wenig aus & trank noch ein Bier. Zwei Tage später hatte er die große Reparatur fertig & es konnte endlich losgehen.
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